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Patienteninformation

Impfplan Österreich 2026/2027 – Impfvorschau

Diese Impfvorschau bietet eine allgemeine Orientierung. Sie ersetzt keine persönliche Impfberatung und keinen ärztlich geprüften Impfpass.

Stand: Impfplan Österreich 2026/2027, Version 1.0 vom 17.09.2026

Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Offizieller Impfplan Österreich 2026/2027

Die vollständige Impfplan-Tabelle

Original des Sozialministeriums – zum Vergrößern antippen.

Impfplan Österreich 2026/2027 – vollständige Tabelle
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK)

Impfungen in besonderen Situationen

Orientierung für Schwangerschaft und Therapie mit Biologika bzw. Immunsuppression – nach dem Österreichischen Impfplan 2026/2027. Ersetzt kein ärztliches Gespräch.

Vor der Schwangerschaft (Kinderwunsch) – mind. 1 Monat vor Empfängnis
  • Immunität gegen Masern-Mumps-Röteln und Varizellen prüfen und bei fehlender Immunität nachholen – diese Lebendimpfungen sind in der Schwangerschaft nicht möglich.
  • Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten(-Polio) nach üblichem Schema und Influenza prüfen bzw. aktualisieren.
Während der Schwangerschaft – Totimpfstoffe möglich, bevorzugt 2./3. Trimenon
  • Keuchhusten (Kombiimpfung dTpa): in jeder Schwangerschaft, ab dem 2. Trimenon, ideal 27.–36. SSW – unabhängig vom Abstand zur letzten Impfung. Schützt das Kind in den ersten 6 Lebensmonaten.
  • Influenza (Totimpfstoff): dringend im 2./3. Trimenon; bei bevorstehender Grippewelle auch schon im 1. Trimenon.
  • COVID-19: im Herbst, mit einem mRNA-Impfstoff.
  • RSV (Impfung der Mutter mit Abrysvo): einmalig, wenn der Geburtstermin zwischen Oktober und März liegt; 4–8 Wochen vor dem Geburtstermin (meist 32.–36. SSW), mind. 2 Wochen Abstand zur Keuchhusten-Impfung. Schützt das Neugeborene.
  • Nicht in der Schwangerschaft: Lebendimpfungen (z. B. Masern-Mumps-Röteln, Varizellen, Gelbfieber, Dengue). Nach einer Lebendimpfung Empfängnisschutz für 1 Monat.
Nach der Geburt / in der Stillzeit
  • Die meisten Impfungen sind möglich (Ausnahme z. B. Gelbfieber).
  • Nicht-immunen Müttern dringend empfohlen: Masern-Mumps-Röteln, Varizellen, Influenza und COVID-19.
  • Wurde die Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft versäumt und ist fällig: im Wochenbett nachholen.

Den genauen Zeitpunkt planen wir individuell – gerne im Rahmen Ihrer Schwangerschaftsbetreuung.

Am besten rechtzeitig vor Therapiebeginn planen. Totimpfstoffe sind auch während der Therapie möglich; der Impferfolg kann abgeschwächt sein, daher ggf. Kontrolle (Titer).

Immunstatus & Lebendimpfungen – nur vor Therapiebeginn
  • Immunstatus gegen Masern-Mumps-Röteln und Varizellen erheben und fehlende Lebendimpfungen noch vor Therapiebeginn ergänzen.
  • Unter laufender Immunsuppression darf bei fehlender Masern-Immunität die MMR-Lebendimpfung nicht gegeben werden; bei fehlender Varizellen-Immunität kann Herpes-zoster-Totimpfstoff (Shingrix) erwogen werden (off-label).
Dringend empfohlene (Tot-)Impfungen
  • COVID-19, Influenza und RSV (RSV teils off-label, nach Nutzen-Risiko-Abwägung).
  • Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Polio (Auffrischung oder Grundimmunisierung).
  • Pneumokokken: PCV15 oder PCV20, nach 8 Wochen zusätzlich PCV21.
  • Hepatitis A und Hepatitis B.
  • Meningokokken (ACWY und B).
  • Herpes zoster (Gürtelrose) – Totimpfstoff.
Zusätzlich je nach Risiko / Grundkrankheit
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib), HPV, FSME.
Während der laufenden Therapie – Lebendimpfstoffe bei starker Immunsuppression nicht möglich
  • Totimpfstoffe sind weiterhin möglich und werden aufgefrischt; Impferfolg ggf. kontrollieren.
  • Lebendimpfstoffe sind bei schwerer Immunsuppression kontraindiziert – z. B. Masern-Mumps-Röteln, Varizellen, Gelbfieber, Dengue.
Umgebungsschutz
  • Haushaltsmitglieder und enge Kontaktpersonen sollen vollständig nach dem Österreichischen Impfplan geimpft sein.

Welche Impfungen wann sinnvoll sind, hängt von Erkrankung, Therapie und Stärke der Immunsuppression ab – wir stimmen das gemeinsam und mit Ihrer Fachärztin bzw. Ihrem Facharzt ab. In vielen Fällen ist eine Kostenübernahme als „vorgezogene Heilbehandlung" möglich.

Quelle: Impfplan Österreich 2026/2027, Kapitel „Impfung spezieller Personengruppen“ (Schwangerschaft/Stillzeit S. 209–212; Immundefekte/Immunsuppression S. 215–217).

Häufige Fragen (FAQ)

Die häufigsten Fragen zum Impfen – kurz beantwortet nach dem Impfplan Österreich 2026/27. Tippen zum Aufklappen.

Rechtlicher Hinweis

Diese FAQ dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob und wann eine Impfung für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem individuellen Gesundheitszustand, Impfstatus und Risiko ab. Die endgültige Entscheidung über jede Impfung erfolgt ausschließlich nach persönlicher Rücksprache mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt.

Welche Impfung sinnvoll ist, hängt vom Alter, Impfstatus, Gesundheitszustand und individuellen Risiko ab. Die Entscheidung erfolgt nach ärztlicher Abklärung.

Bitte bringen Sie Ihren Impfpass oder vorhandene Impfunterlagen zum Termin mit.

Impfberatung und Termin in unserer Ordination